Dazwischen

Dazwischen

Ostern ist vorbei – Christi Himmelfahrt feiern wir erst am 21. Mai. Und dazwischen?

In den Lesungen hören wir in dieser Zeit große Teile der Apostelgeschichte. Chronologisch spielt sie in der Zeit nach der Himmelfahrt Jesu, aber inhaltlich spiegelt sie genau das wieder, was diese Zeit des dazwischen ausmacht:

Hin oder her?
Vor oder zurück?
Wohin geht’s?
Wie geht’s weiter?

Das fragten sich auch die Jünger und die Apostel Jesu nach seinem Tod, seiner Auferstehung, seiner Himmelfahrt. Sie alle zogen los, um seine Botschaft zu verkünden, zogen los voller Motivation und Enthusiasmus.

Nicht immer ging alles konfliktfrei von Statten. Es wurde gelästert, man wurde eifersüchtig auf die, die mit ihrer neuen und hoffnungsvollen Botschaft so viele Menschen anzogen.   

Und wir? Sind auch wir in einer Zeit des Dazwischen?

Voller Hoffnung und Zuversicht? Voller Vorsicht und Angst vor einer neuen Infektionswelle?

Das Dazwischen ist nicht einfach. Man weiß nicht hin oder her, man weiß nicht wohin es geht und wie genau es weitergeht.
Der Apostel Paulus schreibt an einer Stelle, im Zusammenhang mit seinen Missionsreisen:

                        „unsere Kraft war erschöpft, so sehr, dass wir am Leben verzweifelten.“ (2 Kor 1,8)

So also kann es also auch Paulus gehen, dem großen Missionar, dem großen Verkündiger der frohen Botschaft. Er kann am Leben verzweifeln.
Aber: Paulus lässt deshalb nicht nach, er rafft sich immer wieder von Neuem auf.
Es sind nicht die großen Sorgen und Probleme, von denen er sich leiten lässt. Es ist die Botschaft vom Reich Gottes, die Gewissheit, dass Jesus an seiner Seite geht, die Berufung, das zu tun, was er tut – aus Liebe Licht zu sein.
Genau darin wird Paulus uns zum Vorbild: Er ist unterwegs, er bleibt nicht stehen, er geht weiter, schüttelt den Staub von seinen Füßen und lässt sich erfüllen mit Freude und Heiligem Geist.

 

 

 

M. Grüner, KW 20 (Osterzeit)

Hoffnungszeit

Jeden Abend um 19.30 Uhr läuten in vielen Gemeinden die Kirchenglocken.
Die Diözese lädt ein zur gemeinsamen Hoffnungszeit - ein paar Minuten, nur für mich, für meine Hoffnung, mein Gebet.

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