INFORMATIONS- UND AUSTAUSCHTREFFEN
Seelsorge in neuen Strukturen
Seelsorgeeinheit Zwiefalter Alb
Dienstag, 30.09.2025 um 19:30 Uhr, Haus Adolph Kolping Zwiefalten
Zum Informations- und Austauschtreffen zum Prozess „Kirche der Zukunft“, Schwerpunkt „Seelsorge in neuen Strukturen“ wurden alle Kirchengemeinderätinnen und –räte der Seelsorgeeinheit Zwiefalter Alb eingeladen. Darüber hinaus wurde offen an interessierte Gemeindemitglieder ausgeschrieben.
An dem Abend waren sowohl Mitglieder der KGRs wie auch Vertreter:innen von Gruppierungen (z.B. Münsterchor, Kolping) und interessierte Mitglieder aus den Kirchengemeinden anwesend. Insgesamt waren es ca. 40 Personen.
PR Maria Grüner informiert anhand der PowerPoint-Präsentation über den Prozess „Kirche der Zukunft“.
Anschließend wurde zu folgenden Fragen diskutiert und Rückmeldung gegeben:
- Worin sehe ich die Chancen einer „Seelsorge in neuen Strukturen“?
- Was macht mir Angst? Welche Risiken sehe ist?
- Wie kann den Sorgen und Ängsten konstruktiv begegnet werden?
- Wenn ich für mich entscheiden könnte, dann wäre die geeignetste Option?
Rückmeldungen aus den Tischgruppen:
Worin sehe ich die Chancen einer „Seelsorge in neuen Strukturen“?
- Seelsorge besser koordinieren
- Personal effektiver einsetzen
- Laien können mehr Verwaltungsaufgaben übernehmen
- Blick weiten: In größeren Einheiten kann man voneinander profitieren
- Pfarrer wird von Verwaltungsaufgaben entkoppelt – Chance für mehr Zeit für Seelsorge
- Ressourcensparend: Personal / Verwaltung / Finanzen
- Weniger Kirchengemeinderätinnen und –räte nötig
- Zusammengehörigkeit vor Ort wird gefordert – neue Aktive?
- Luft für Seelsorge statt 12 Sitzungen
- Verwaltung verschlanken
- Entlastung des pastoralen Personals – mehr Zeit für Seelsorge
- weniger Verwaltungsaufwand
Was macht mir Angst? Welche Risiken sehe ist?
- Identitätsverlust
- weniger Verbundenheit
- große Entfernungen im ländlichen Raum
- Gefahr Stadt-Land-Gefälle
- Schwierigkeit ehrenamtl. Personen / Mitarbeiter:innen zu finden
- Verantwortung für einzelne steigt bei kleineren Gremien
- Streit um’s Geld
- Seelsorge kommt zu kurz vor lauter Strukturen
- Überblick verlieren
- Rückzug „Fernsehgottesdienst“
- Kein neues Engagement
- Unzumutbare Entfernungen
- Es gibt weniger Kirchgänger, kleine Gemeinden fühlen sich ausgeschlossen
- weite Wege
- Identifikation mit Gemeinde geht verloren
Wie kann den Sorgen und Ängsten konstruktiv begegnet werden?
- Gut mit Informationen versorgen, vielleicht auch im Gottesdienst
- Schlagworte (allgemein) mit konkreten Beispielen darstellen: Was bedeutet das genau für uns hier
- Information
- Transparenz
- Beteiligung
- Austausch mit Gemeinden, die schon „weiter“ sind
- Beteiligung durch Kommunikation
- andere Orte besuchen
- Hintergrund darlegen / informieren
Wenn ich für mich entscheiden könnte, dann wäre die geeignetste Option?
- Union (weniger Aufwand, günstiger) – mittlere Größe (Modell B)
- mehrfach genannt
- Union mit neuem Namen
- Wenn möglich Modell A (250 Raumschaften)
- Auf keinen Fall ganz groß, das wären unzumutbare Entfernungen
Zusammenfassung / Wahrnehmung der Stimmung:
Insgesamt wird die Tatsache, dass informiert und mitgenommen wird, wie auch die Beteiligungsmöglichkeit sehr positiv wahrgenommen. Die anwesenden Personen haben ein Interesse mitzugehen und mitzugestalten. In unserer sehr ländlich geprägten Seelsorgeeinheit ist die „Angst“ vor unzumutbaren Entfernungen groß. Großer Wunsch ist, dass die neue Raumschaft die aktuelle Seelsorgeeinheit Zwiefalter Alb umfasst und keine weiteren hinzukommen, da die Entfernungen wirklich sehr weit wären und man sicher wieder mit Substrukturen arbeiten müsste. Wir sprechen hierbei ja auch von einer Reduktion von 12 auf 1 Körperschaft / Pfarrei.
Wer sich aktuell noch weiter informieren möchte, kann dies über das Video zum Prozess tun:
Oder sich bei einer der noch stattfindenden Online-Termine der Diözese anmelden:
KIRCHE DER ZUKUNFT – WOHIN GEHT’S UND WAS BEDEUTET DAS FÜR UNS AUF DER ZWIEFALTER ALB? –
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart macht sich auf den Weg und gestaltet Kirche neu
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart möchte sich gemeinsam mit allen Mitgliedern in eine positive und zukunftsfähige Richtung weiterentwickeln.
Sie reagiert damit auf die aktuellen Herausforderungen wie Mitgliederverlust, Kostensteigerungen und sinkende Kirchensteuerkraft sowie Rückgang des pastoralen Personals. Dazu hat Bischof Dr. Krämer gemeinsam mit dem Diözesanrat, dem obersten Leitungsgremium, in dem unter anderem gewählte Katholik:innen der Diözese vertreten sind, im Frühjahr 2025 den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ angestoßen.
Dieser umfasst verschiedene Projekte wie etwa „Seelsorge in neuen Strukturen“, „Räume für eine Kirche der Zukunft“, „Digitalstrategie“ und „Mittelfristige Finanzplanung (Kurie)“. Die Projekte sind eigenständig, aber eng aufeinander abgestimmt und werden von interdisziplinär besetzten Teams geleitet. Ein geistlicher Visionsprozess ist leitend für die Projekte. Hierfür wurden Visionsbausteine synodal erarbeitet, die während des gesamten Prozesses weiterentwickelt werden.
Im Sinne der Synodalität sind alle Mitglieder der Kirchengemeinden eingeladen, sich aktiv am Prozess zu beteiligen und die Kirche der Zukunft mitzugestalten.
Das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ entwickelt Ideen für eine zukunftsfähige Seelsorge und rechtlich mögliche Modelle für neue Strukturen in größeren Raumschaften – wobei „Raumschaft“ ein Arbeitsbegriff ist und einen pastoralen Raum umschreibt. Die veränderten Rahmenbedingungen wie heutige pastorale Bedürfnisse, Mitgliederrückgang, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal werden dabei berücksichtigt.
Es stehen aktuell verschiedene Modelle zur Diskussion, wie die neuen Raumschaften gebildet und auch geleitet werden sollen. Die neuen Strukturen sollen vor allem im Bereich der Verwaltung Entlastung schaffen.
In den größeren Raumschaften soll kirchliches Leben vor Ort auch weiterhin in vielfältigen Formen und vernetzt bestehen.
Da die Meinung aller Engagierten und Interessierten bei der Neugestaltung besonders wichtig ist, werden bis Anfang November 2025 in verschiedenen Präsenz- und Online-Veranstaltungen die Ideen und möglichen Modelle ausführlich vorgestellt.
Die Veranstaltungen und das Video vermitteln das notwendige Wissen, um anschließend an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Hierbei können Einschätzungen, Meinungen und Fragen mitgeteilt werden. Alle Rückmeldungen werden vom Projektteam gesammelt und fließen in die Vorlage ein, auf deren Grundlage der Diözesanrat in seiner Sitzung Ende November ein Votum in Bezug auf die Neustrukturierung abgibt.
2026 beginnt die Vorbereitung und sukzessive Umsetzung der Neustrukturierung, die in mehrere Phasen unterteilt ist, um so einen strukturierten und transparenten Übergang sicherzustellen.
Ab September 2025 informiert der Newsletter „Kirche der Zukunft“ monatlich über aktuelle Entwicklungen und anstehende Veränderungen im Prozess und den Projekten. Eine Anmeldung ist bereits jetzt über die Website kirche-der-zukunft.drs.de/newsletter möglich.
Auch wir hier in der Seelsorgeeinheit Zwiefalter Alb möchten informieren, Beteiligung und Austausch ermöglichen.
Deshalb laden wir jetzt schon ein zu einem gemeinsamen Austausch für alle Kirchengemeinderätinnen und -räte und alle Interessierten unserer Seelsorgeeinheit an einer Struktur für eine Kirche der Zukunft:
Am Dienstag, 30.09.2025 um 19:30 Uhr
im Haus Adolph Kolping, Zwiefalten.
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung im Münsterpfarramt bis zum 26.09.2025. Spontan Entschlossene sind aber auch herzlich willkommen.
Das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit Zwiefalter Alb


