Tigerfeld

Die St. Stephanus-Kirche



Die erste Erwähnung einer St. Stephanus in Tigerfeld war erstmals im Jahre 1089, zur Zeit der Klostergründung in Zwiefalten. 

An der Stelle einer kleineren romanischen Kirche wurde im Jahre 1698 mit dem Neubau der jetzigen Kirche begonnen. Die Fundamente der alten Kirche wurden bei der letzten großen Renovierung freigelegt und bewiesen endlich die Existenz einer früheren Kirche. Die Kirchweihe der heutigen Kirche fand am 15. Oktober 1709 statt.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhundert erhielt die Kirche ihre Deckengemälde mit ausschnitten aus dem Leben und Wirken des Hl. Stephanus. Diese Gemälde wurden bei der Renovation 1986 in der originalen Farbgebung wieder hergestellt.

1864 wurde eine Orgel aus der Hand von Wilhelm Blässing aus Esslingen eingebaut.

Der neue Volksaltar wurde 1987 vom damaligen Diözesanbischof Dr. Georg Moser eingeweiht.

Im äußeren Bereich der Pfarrkirche befinden sich verschiedene Gedenkplatten und Grabsteine von Pfarrern, die lange Jahre in Tigerfeld tätig waren und den Ort auch über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht haben, unter ihnen Pfarrer Otto Gauß, der von 1914 bis 1970 in Tigerfeld tätig war. Er hat das Dorf Tigerfeld und seine Pfarrkirche insbesondere durch seine zahlreichen Kompositionen und sein langjähriges Wirken bekannt gemacht. Sein Leben war erfüllt vom Eifer für Gott, von Sorge um seine Pfarrei und seiner großen Liebe zur Musik.

 


Der Hl. Stephanus


war der erste Diakon. Er war von den Aposteln dazu bestellt, das Wort Gottes zu verkünden. Er war ein Mann voll Gnade und Kraft, der Wunder wirkte und Zeichen unter dem Volk setzte. Von Ihm wird in der Apostelgeschichte erzählt.
Er hatte auch Widersacher, die in Streitgesprächen aber leider immer an der Intelligenz des Heiligen scheiterten. Sie hetzten das Volk durch Falschaussagen gegen Stephanus auf und brachten ihn vor den Hohen Rat. Dort wurde er vernommen und schuldig gesprochen und gesteinigt bis zum Tod.
In der Regel wird er mit Palme und Buch dargestellt, ein Zeichen für seinen Dienst als Diakon. Steine sind meist auch mit dabei, die Zeichen für seinen Märtyrertod.
Der Heilige ist Patron vieler Städte und Gemeinden. Er wird besonders von Böttchern, Kutschern, Schneidern, Steinhauern, Weber und Zimmerleuten verehrt. Er gilt als Schutzpatron für Tiere, besonders für Pferde. Hilfe erbittet man von ihm gegen Kopfschmerzen, Rosskrankheiten, Seitenstechen und Steinleiden. Auch für einen guten Tod wird er angerufen.

Sein Gedenktag ist der 26. Dezember.

Die Kirche in Tigerfeld ist täglich geöffnet.