Der Hl. Bernhard

von Clairvaux war Abt und Kirchenlehrer, Sohn adeliger Eltern und erhielt eine sorgfältige Erziehung, die ihn zu einer wissenschaftlich-kirchlichen Laufbahn befähigte. 1112 trat er in das strenge Reformkloster Citeaux ein, wo er, gerade 25 Jahre alt, 1115 zum Abt des neugegründeten Klosters Clairvaux gewählt wurde. Zu seinen Lebzeiten wurden schon sehr viele Filialen gegründet. Er war nicht nur für seinen Orden da, sondern nahm auch zu aktuellen Fragen der Zeit Stellung. Er kämpfte für die äußere und innere Einheit der Kirche. Er war auch Kritiker an der päpstlichen Prachtentfaltung und ging hart gegen Irrlehren/Irrlehrer vor. Er war ein Befürworter des Kreuzzuges in das Heilige Land und rief dazu auf. Das Scheitern des Unternehmens traf ihn selber sehr hart. Der einst hochverehrte Heilige hatte mit Schuldzuweisungen zu kämpfen.
Viele Erzählungen berichten von Christus- und Marienerscheinungen des Heiligen. Er starb am 20. August 1153, die Heiligsprechung erfolgte schon 1174.
Er wird in der Regel mit Zisterziensertracht dargestellt, mit einer Mitra zu Füsen für die Bischofswürde oder einem Bienenkorb wegen seiner Beredsamkeit.
Er ist der Schutzheilige von Burgund und Genua. Zisterzienser, Bienenzüchter und Wachszieher verehren ihn besonders.

Sein Gedenktag ist der 20. August. Die Kirche in Münzdorf ist dem Heiligen gewidmet und täglich geöffnet.

Text: Erika Bross