Die Kirchengemeinde Hayingen gehört seit Jahren zu den beliebten Ferien- und Ausflugsorten auf der Schwäbischen Alb. Die kleine Stadt inmitten des Geoparks und am südlichen Tor des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ist ein Begriff für einmalige Natur, unvergessliche Erlebnisse und freundliche Menschen.

Die Stadtkirche ist dem Hl. Vitus geweiht.

Kirchenbeschreibung

Die ältesten Teile der Stadtkirche St. Vitus stammen aus dem 13. Jahrhundert. Am Turm sieht man noch heute, daß sie ursprünglich als Wehrkirche angelegt worden war. Nach erheblicher Beschädigung im 30jährigen Krieg wurde sie 1724 zur Hallenkirche umgebaut und mit barocken Stilelementen unteranderem einem Zwiebelturm versehen. Die Fresken von Joseph Ignaz Wegschaider zeigen verschiedene Kirchenväter und den hl. Vitus. Einige Skulpturen im Inneren stammen noch von der Vorgängerkirche. Johann Joseph Christian fertigte eine Schmerzensmutter und die Kanzel mit Posaunenengel.


Der Heilige Vitus


erlitt in Sizilien wohl in der Verfolgung des Diokletians um 304 den Martertod. Der Legende nach waren seine Zieheltern Modestus und Kreszentia Gefährten seines Martyriums. Die Reliquien des hl. Vitus kamen 756 nach St. Denis bei Paris, 836 nach Korvey. Sein Haupt ruht seit 1355 im St.-Veits-Dom in Prag. Der Hl. Vitus zählt zu den 14 Nothelfern.
Als jugendliche Gestalt wird er oft in vornehmer Kleidung abgebildet, geschmückt mit Buch, Löwe, Ampel, Kessel, Hahn, Brot oder Knüttel, manchmal auch mit Hase oder Adler.
Er ist der Patron von Rügen, Pommern, Niedersachsen Böhmen. Er gilt als Schutzpatron der Jugendlichen, Kupferschmiede, Bierbrauer, Apotheker, Lahmen, Tauben, Blinden und Haustiere.
Er wird angerufen gegen Besessenheit, Epilepsie, Hysterie, Tollwut, Bettnässen, Blitz und Feuersgefahr.

Sein Gedenktag ist der 15. Juni

Die Kirche in Hayingen ist ihm gewidmet und täglich geöffnet.

Text: Erika Bross